WeG Jazzband "Come together 2026"

Alle Fotos: Hannes Ortlieb
Alle Fotos: Hannes Ortlieb

Ehemalige und aktuelle Werkgymnasiasten vereint auf der Bühne

 

Mehr als 50 Musikerinnen und Musiker auf einer Bühne, über drei Jahrzehnte Jazzband-Geschichte und ein Konzert voller Energie, Erinnerungen und Gänsehautmomenten: Das „Come Together“ 2026" der WeG-Jazzband des Werkgymnasiums verwandelte die Kulturmulde am letzten Samstag im Februar erneut in einen Treffpunkt der besonderen Art.

Bereits zum dritten Mal kamen aktuelle und ehemalige Mitglieder der Jazzband zusammen, um gemeinsam zu musizieren und in Erinnerungen an über 35 Jahre Jazzbandgeschichte zu schwelgen. Viele der Absolventinnen und Absolventen waren schon am Vorabend angereist, um sich bei einem gemütlichen Wiedersehen auszutauschen. Der Konzerttag begann mit einer Schulführung für ehemalige Schülerinnen und Schüler durch Schulleiter Ralf Kiesel, bevor sich der Fokus ganz auf die Musik richtete: Proben in unterschiedlichen Besetzungen, spontane Sessions und intensive Vorbereitungen für den großen Abend.

Den Auftakt machten die 13 Musikerinnen und Musiker der Unterstufen-Jazzband unter der Leitung von Joachim Kocsis. Mit vier abwechslungsreichen Stücken zeigten sie eindrucksvoll, wie viel musikalisches Talent bereits in den jüngsten Jahrgängen steckt. Ein besonderes Highlight setzte Pianistin Lara Detzel, die beim Klassiker „Eye of the Tiger“ zusätzlich zum Gesang griff und damit für begeisterten Applaus sorgte.

Im Anschluss betrat die aktuelle WeG-Jazzband des Werkgymnasiums mit 19 Musikerinnen und Musikern die Bühne. Geleitet wird das Ensemble seit einem Jahr von Julia Strasser, die die musikalische Verantwortung nach über 34 Jahren Bandgeschichte von Gründer Joachim Kocsis übernommen hat. Mit fünf Stücken präsentierte sich die Band stilistisch vielseitig und musikalisch souverän. Für einen emotionalen Moment sorgte dabei der James-Bond-Titel „Skyfall“, eindrucksvoll interpretiert von den Sängerinnen Jana Schrepler und Lotta Zimmermann.

In der Konzertpause nutzten viele Gäste die Gelegenheit, alte Weggefährtinnen und Weggefährten wiederzutreffen. Für das leibliche Wohl sorgten engagierte Eltern aus der Klasse 5c, die das Publikum mit Snacks und Getränken versorgten.

Der Höhepunkt des Abends ließ nicht lange auf sich warten: Das große Finale mit über 30 ehemaligen und aktuellen Jazzbandmitgliedern versammelten sich zur großen "Allstar-Band" auf der Bühne – ein beeindruckendes Klangkollektiv, das die Kulturmulde zum Beben brachte. Unter ihnen befanden sich auch professionelle Musiker wie Posaunist Jan Jäger und Trompeter Toni Bechtold oder der Schlagzeuger Bernd Elsenhans, die ihre Wurzeln ebenfalls in der WeG-Jazzband haben.

Das sieben Stücke umfassende Programm ließ kaum Wünsche offen: Klassiker der Jazzband-Literatur wie „What Is Hip“ und „Birdland“ sorgten ebenso für Begeisterung wie die soulige Interpretation von „Back to Black“.

Der krönende Abschluss gehörte schließlich dem Motto des Abends: „Come Together“ von den Beatles brachte noch einmal alle Energie des großen Ensembles auf die Bühne, bevor mit „The Chicken“ von Pee Wee Ellis ein funkiges Finale folgte, das Publikum und Musiker gleichermaßen feiern ließ.

Am Ende blieb das Gefühl eines Abends, der weit mehr war als ein Konzert: ein musikalisches Familientreffen, das Generationen verbindet – und eindrucksvoll zeigt, welche nachhaltige Kraft gemeinsames Musizieren über Jahrzehnte hinweg entfalten kann.

 

Hannes Ortlieb

Letzte Änderung am 09.03.2026 von Th. Werner