Ab heute heißt du Sara von Volker Ludwig und Detlef Michel

Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, Inge Deutschkron, die deutlich zu spüren bekommt, was es bedeutet, wenn die Nazis an der Macht sind.
Die autobiographischen Bilder sind eine lebendige Geschichtslektion wider das Vergessen. Sie erinnern an die schrecklichen Verbrechen der Naziherrschaft und leisten somit einen wertvollen pädagogischen Beitrag zur schulischen Bearbeitung des Dritten Reiches.

1933 ist Inge elf Jahre alt, eine aufgeweckte Berliner Göre, die nicht begreifen kann, warum sie plötzlich nicht mehr auf der Straße spielen darf. Jüdin zu sein heißt für Inge nicht nur Demütigungen, Übergriffe und Einschränkungen, sondern auch auf Kino und Tanzveranstaltungen zu verzichten; selbst in öffentlichen Verkehrsmitteln ist es Juden verboten, Platz zu nehmen.
„Ab heute heißt du Sara!“, sagt ein Polizeibeamter zu der 16-jährigen Inge und stempelt ein „J“ in ihren Ausweis – „J“ wie Jude. Von da an ändert sich alles im Leben der jungen Berlinerin. Immer auf der Flucht vor den Häschern der Nazis erlebt sie mit ihrer Mutter eine Irrfahrt durch Berlin, von Versteck zu Versteck. Beide überleben den Terror, weil sie Glück haben und auf Menschen treffen, die ihnen helfen.
Das Schauspiel ist nicht nur ein Lehrstück über negative menschliche Verhaltensweisen, es zeigt ebenfalls, was Zivilcourage und Hilfsbereitschaft bewirken können. Mutige Menschen riskieren ihr Leben, um das von anderen zu retten, so zum Beispiel der Besenfabrikant „Papa Weidt“, der als stiller Held dieser Zeit alles daransetzt, den verfolgten Juden zu helfen.
Revueartige, kabarettistische Lieder untermalen das Bühnengeschehen atmosphärisch; sie lassen die Zuschauer mitfühlen und spüren, wie Lachen und Weinen sehr nahe beieinander liegen.

Das Stück der beiden Autoren vom Grips Theater Berlin, Volker Ludwig und Detlef Michel,aus deren Feder auch das bekannte Musical „Linie 1“ stammt,
gehört zu den meist gespielten Jugendtheaterstücken.

 

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